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14.03.2013 08:08

Weiterbildung weiterhin nachgefragt / Privatwirtschaftlicher Sektor ist Motor der Entwicklung


In Zeiten, in denen es in verschiedenen Branchen der Wirtschaft kriselt, gewinnt Weiterbildung an Bedeutung. Berufliche Fortbildung, Zweit- oder Dritt-Studiengänge, berufsbegleitende postgraduierte Ausbildung stellen wohl nur einige Bereiche dar, die einer wachsenden Nachfrage unterliegen werden. Gleichzeitig wichtig wird es werden nicht nur Fach- sondern auch Methodenwissen zu vermitteln.
Das zeigt auch der „wbmonitor Klimawert“ für Weiterbildungsanbieter. Mit einem Wert von +25 gegenüber dem Vorjahr (+22) ist er konstant. Diese „Stabilisierung zeigt sich in allen Teilsegmenten der Weiterbildung“, schreiben die Autoren der Studie. In den wbmonitor Umfrage 2012 „Klima und Strukturen der Weiterbildungslandschaft“ fließen Einschätzungen zur aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation der befragten Anbieter ein. Die Werte können zwischen -100 und +100 schwanken, wobei höhere Werte eine bessere Stimmung anzeigen.
 
Bereis im Vorjahr hat sich eine Stabilisierung des Wirtschaftsklimas in der Weiterbildung abgezeichnet, die sich nun im Jahr 2012 mit einem durchschnittlichen wbmonitor Klimawert von +25 fort (2011: +22) fortsetzt. Im Gegensatz zum Vorjahr schließt diese positive Entwicklung auch jene Anbietergruppen ein, die sich überwiegend durch Arbeitsagenturen bzw. Betriebe finanzieren.

Die klar negative Einschätzung des Wirtschaftsklimas der vorwiegend durch die Ar- beitsagenturen finanzierten Anbieter von Weiterbildungsangeboten ist vor dem „Hintergrund der antizyklischen Arbeitsmarktpolitik zu sehen, die sich in einer rückläufigen Förderung der beruflichen Weiterbildung bei sinkender Arbeitslosigkeit manifestiert“, erläutern die Autoren um das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Eine Säule der positiven Entwicklung in der Weiterbildung sind die überwiegend betrieblich finanzierten Anbieter: „Sie führen zu einer Stabilisierung des hervorragenden Wirtschaftsklimas für diese Gruppe und spiegeln die positive wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen seit 2010 wider, die zu einem deutlich wachsenden Bruttoinlandsprodukt mit einer Steigerungsrate von 3% im Jahr 2011 führte und sich auch im Frühjahr 2012 fortsetzte“, so dass auch andere Anbieter von diesem „Schub“ profitierten.

Öffentlich finanzierter Einrichtungen gewinnen, Arbeitsagenturen verlieren als Weiterbildungsfinanzier dagegen an Bedeutung

Überwiegend durch öffentliche Gelder finanzierte Anbieter gewinnen an Bedeutung, ihr Anteil ist von 14% im Jahr 2008 auf 20% in 2011 angestiegen. „Einen Beitrag hierzu dürften die zahlreichen in den letzten Jahren von Bund und Ländern vor dem Hintergrund des prognostizierten Fachkräftemangels initiierten Förderaktivitäten im Bereich der Weiterbildung geleistet haben, z.B. die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte Integrationskurse oder die zahlreichen, häufig als Scheckinstrumente konzipierten Förderprogramme auf Landesebene“, erläutern die Autoren. Ehemals durch die Arbeitsagenturen ausgeführte Weiterbildungsprogramme wurden durch Bildungsscheck-Modelle ausgelagert.

Ungebrochen den höchsten Anteil der Anbieter machen diejenigen Unternehmen aus, deren Angebote durch die Teilnehmer selbst bzw. die durch Unternehmen getragen werden. Ihr Gesamtanteil macht über über die Hälfte aller Angebote aus, so dass der staatliche Weiterbildungs-Sektor     kleiner als der privatwirtschaftlich organisierte ist.

Der wbmonitor ist eine gemeinsame Initiative des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE). (tr)