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11.03.2013 12:06

Was Nachwuchskräfte vom Arbeitsleben in der digitalen Wirtschaft erwarten


Die frisch mit einem Master- oder Bachelorabschluss dekorierten Nachwuchskräfte streben in die Digitalbranche oder den Mediensektor mit dem Ziel einer Festanstellung. Die Mehrheit der befragten Studenten schätzt sich generell für den Berufseinstieg als qualifiziert ein. Gerade die drei Unternehmensbereiche Marketing und Vertrieb, Projektmanagement sowie Public Relations und Kommunikation stehen hoch im Kurs, ergab kürzlich eine Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
Harald R. Fortmann, Vizepräsident des BVDW: „Die Arbeitgeber der digitalen Wirtschaft zählen bei den Studenten aktuell zu den attraktivsten Branchen. Damit diese Entwicklung weiterhin Bestand hat, müssen wir gemeinsam mit Hochschulen und Weiterbildungsträgern die zukünftigen Nachwuchskräfte auf ihren Berufseinstieg intensiver vorbereiten. Demnach muss die Branche die Institute bei der Aktualisierung Ihrer Lehrpläne stärker unterstützen. Generell muss das Interesse für bestimmte Unternehmensbereiche geweckt werden, die nicht ausschließlich aktuellen Trends unterliegen.”

Digitale Wirtschaft und Medien gelten als attraktivste Branchen
Die befragten Studenten zeigen ein hohes Interesse an der digitalen Wirtschaft auf. Über drei Viertel können sich vorstellen, in der Digitalbranche tätig zu werden. Eine ähnliche Bedeutung besitzt der Mediensektor, in dem sechs von zehn der Studenten ihre berufliche Zukunft sehen. Mit einem deutlichen Abstand folgen die Branchen Freizeit und Sport (knapp ein Drittel), Beratung, Handel und Versand (jeweils ein Viertel), Unterhaltungselektronik sowie Kunst und Kultur (jeweils mehr als ein Fünftel).

Die befragten Studenten möchten das Studium mit Master (58,0 Prozent) oder als Bachelor (34,9 Prozent) beenden und streben zu knapp 80 Prozent eine Festanstellung nach der Universität an. Auf den Plätzen findet sich der Einstieg als Trainee (35,2 Prozent) oder gar eine freiberufliche Tätigkeit wird von 10,4 Prozent der Studenten als Option für den Berufseinstieg gesehen.

Unternehmen suchen Fachkräfte mit teils anderen Schwerpunkten
Eine Lücke zwischen den Erwartungen der Nachwuchskräfte und dem Angebot an freien Stellen ist deutlich. Die Unternehmen der digitalen Wirtschaft suchen zwar verstärkt neue Mitarbeiter im Bereich Projektmanagement (68,1 Prozent), Marketing und Vertrieb (64,7 Prozent) und Produktmanagement (44,1 Prozent). Überdies wünschen sich die Unternehmen Fachkräfte mit Schwerpunkten, die weniger von den Studenten bevorzugt werden. Die größten Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage zeigen sich demnach in den Unternehmensbereichen IT/EDV/Technik (65,6 Prozent), Beratung und Customer Relationship Management (56,1 Prozent), Strategie und Business Development (52 Prozent) sowie Public Relations und Kommunikation (21,9 Prozent).

Für die Studie wurden insgesamt 355 Studierende aus medien- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen der beteiligten Hochschulen, Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg, Fachhochschule Düsseldorf, Hochschule der Medien Stuttgart, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation Hamburg und Technische Universität München, befragt. Für den Vergleich zu den Erwartungen und Anforderungen der Arbeitgeberseite wurden 240 Unternehmen der digitalen Wirtschaft befragt. (tr)