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18.03.2013 14:24

Mitgliederbindung durch Kinderbuch: "Nina" putzt das Image von Orthopädieschuhtechnikern


Einlagen und Orthopädische Schuhe helfen Millionen von Menschen, sich gesünder zu bewegen und besser mit ihrer Krankheit oder Behinderung zu leben. Dennoch arbeiten viele Orthopädieschuhtechniker im Verborgenen. Der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik stärkt die Bekanntheit der Branche wirkungsvoll , in dem er ein Kinderbuch zum Thema „Orthopädieschuhtechnik“ herausgibt.
Der Zentralverband hat die angeschlossenen Orthopädieschuh-Fachgeschäfte im Vorfeld befragt und sie von Anfang an in das Projekt zur Erstellung eines Kindersbuches als Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit eingebunden. So ging man sicher, dass die Idee der Geschäftsstelle auch von den Mitgliedern getragen und finanziert wird. Denn wer kann besser einschätzen, was dem eigenen Image nützt und worüber sich die Kunden freuen, als die Mitgliedsbetriebe selbst? Das Interesse der Mitglieder an einem Werbeartikel speziell zu ihrem Thema war groß. Einige Mitglieder bestellten das Büchlein sogar schon ungesehen. Andere machten sich frühzeitig Gedanken, wie sie es in eine gesamte PR-Aktion einbinden könnten. Mit dieser positiven Rückmeldung begann die Umsetzung des Nina-Projektes, zu der die Agentur uphoff pr & marketing GmbH aus Marburg als Uhterstützung geholt wurde. Durch die Erfahrungen von Projekten in anderen Gesundheitsberufewaren dort auch die redaktionelle und herausgeberische Erfahrung vorhanden.



Mit Fachleuten für Fachleute

Mit der Entscheidung für das Buch, war die erste Etappe getan, doch noch stellen die vor allem Fragen nach dem Inhalt: Welche Themen sollen angesprochen werden? Wie werden die Fachinformationen kindgerecht aufbereitet? Auf welche Themen wird verzichtet, um den rahmen nicht zu sprengen? Der regelmäßige Kontakt des Zentralverbandes zu seinen Mitgliedern erleichterte die Themenwahl und die konkrete Umsetzung des Projektes. Schnell stand fest: Die Mitglieder möchten unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die behandelten Themen sollen alltäglich sein. Und sie sollen das das  Ansehen des Berufes in der Öffentlichkeit steigern. So wurden in Rücksprache mit den Mitgliedern folgende Zielgruppen und Themen  festgelegt:

Kinder/Jugendliche: Einlagenversorgung. Überlegungen dazu: Der Markt ist stabil. Über ein Kinderbüchlein werden Eltern sensibilisiert, das Thema Fußgesundheit frühzeitig anzugehen und im Auge zu behalten. Das bringt (neue) Kunden.

Erwachsene/Senioren: Orthopädische Maßschuhe. Überlegungen dazu: Der Bedarf wächst kontinuierlich. Denn Menschen werden immer älter. Und damit steigt auch die Anzahl an Personen, die eine spezielle Schuhversorgung braucht. Mit dem Nina-Büchlein gewinnen sie Einblicke in die Vielschichtigkeit der Arbeit ihres Orthopädie-Schuhtechnikers. Das fördert die Kundenbindung.

Sportler: Beratung und Laufbandanalyse. Überlegungen dazu: Das Gesundheitsbewusstsein der Kunden wächst.  Viele von ihnen entdecken den Laufsport als eine angenehme Weise, sich einzeln oder in einem Verein regelmäßig zu bewegen. Das Nina-Büchlein macht Sportbegeisterte auf spezielle Leistungen aufmerksam, um noch gesünder und effektiver zu laufen. Dadurch gewinnt der Orthopädie-Schuhtechniker an ansehen. Er kümmert sich nicht nur um kranke Füße, sondern fördert Gesundheit und hilft Krankheiten vorzubeugen.

Nach dem Kontakt mit den Kinderbuchspezialisten stand schnell fest: Es wird Experten-Interviews und einen Besichtigungs-Termin bei einem Orthopädieschuhtechnik-Fachgeschäft vor Ort geben. So würde sichergestellt, dass Informationen fachlich fundiert sind und geeignete Bild-Ideen für die die Illustrationen gefunden werden. Der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik  stellte den Kontakt zum ortsansässigen Orthopädieschuh-Fachgeschäft „Baum“ her, das  Mitglied bei der Landesinnung Hessen ist.

Betriebsführung, Fachwissen und Fotoshooting
Geschäftsführer Markus Stamm vom Orthopädieschuh-Fachgeschäft „Baum“ in Hessen führte die Illustratorin und die Buchautorin der Agentur und vom Zentralverband durch seine Geschäftsräume und Werkstatt. Er und sein Team beantworteten Fragen und zeigten verschiedene Arbeitsschritte bei der Herstellung von Einlagen oder von orthopädischen Schuhen. Auch in die Laufbandanalyse und die speziellen Angebote an Schuhen, Einlagen und Socken für Läufer gewannen die Besucherinnen Einblick. Und schließlich standen Chef und Mitarbeiter für Fotoaufnahmen zur Verfügung. Die Fotos dienten der Illustratorin als Vorlagen und Erinnerungshilfen.

Zurück am Arbeitsplatz setzten Illustratorin und Redakteurin die Eindrücke in gezeichnete Bilder und Texte um. Für die Feinabstimmung standen dem Team Markus Stamm sowie der Zentralverband Orthopädie-Schuhtechnik zur Verfügung. So wurde auch das kleinste Detail unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist ein Büchlein, in dem sich unsere Mitgliedsbetriebe wiederfinden. Ein Büchlein mit hohem Identifizierungs-Charakter.

Moderate Preise, bequeme Bestellung
Eine logistische Herausforderung war es für den Zentralverband, die Bestellung der Büchlein für die Orthopädieschuh-Fachgeschäfte so einfach wie möglich zu machen. Die Mindestmengen durften nicht zu groß sein, um die Kosten im Rahmen zu halten. Die Abwicklung sollte schnell und bequem erfolgen. So packten wir die erste Auflage von 5.000 Stück in Päckchen à 100 Büchlein. Beim Stückpreis orientierten wir uns an den regulären Preisen des Herstellers. Dazu kam eine moderate Pauschale für Verpackung und Versand. Die Bestellung erfolgte telefonisch oder per Mail/Fax über die Geschäftsstelle. Die Büchlein wurden zeitnah versendet.

In kurzer Zeit  ausverkauft
Innerhalb kürzester Zeit war die erste Auflage mit 5.000 Nina Büchlein zum Thema Orthopädie-Schuhtechnik bereits ausverkauft. Selbst „Nicht-Mitglieder“ bestellten über den Zentralverband. Die Rückmeldungen der Orthopädieschuh-Fachgeschäfte und deren Kunden waren durchweg positiv. Einige Orthopädie-Schuhtechniker nutzten die Büchlein als Werbegeschenk an einem Aktionstag im Hause. Andere verschenkten sie an Kindergarten- und Schulkinder. Wieder andere bereiteten ihren älteren Kunden eine Freude, indem sie ihnen Büchlein für die Enkel mitgaben.  „Ich wusste gar nicht so genau, wie ein orthopädischer Schuh entsteht“. „Liebevoll gezeichnet und voller interessanter Inhalte“, „Eine tolle Mischung aus Information und kurzweiliger Unterhaltung“ waren einige Kundenkommentare.

Impulse geben, Mitglieder stärken

Und die nächste Auflage ist schon bestellt. Ob Beratung, Dienstleistungen zu Verträgen mit den Krankenkassen oder tatkräftige Unterstützung beim Einkauf und  Marketing. Der Zentralverband als Bundesinnungsverband tut seinen Mitgliedern etwas Gutes und zeigt sich als modern und engagiert. Die Mitglieder machen ihren Kunden und Patienten eine Freude und fördern dadurch ihre Zufriedenheit. Und letztendlich profitiert der gesamt Berufsstand von der Aktion. Denn mit „Nina geht zum Orthopädie-Schuhtechniker“ erfährt die Öffentlichkeit mehr über das Leistungsspektrum und die Kundennähe von unseren Mitgliedern.

(Autor: Michael Seelig, Michael Seelig ist stellvertretender Geschäftsführer des Zentralverbandes Orthopädieschuhtechnik (ZVOS), www.zvos.de, Tel. 0511 /5439 80 – 80. Mail: info@zvos.de)