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verbaende.com
18.06.2013 09:34

Mitarbeiter und Freiwillige gewinnen: das Smartphone einsetzen! / Mobile Recruiting für Verbände


Die Statistik-Programme der eigenen Internetseite zeigen es deutlich: mehr und mehr Nutzer greifen via Smartphone, Tablet oder mobilem Lesegerät auf die Internetseite zu. Der Anteil mobiler Nutzer steigt seit Jahren deutlich an und hat im letzten Jahr den bisherigen Höchststand von 58 Prozent erreicht. Das heißt: Mehr als die Hälfte aller (vornehmlichen jungen Nutzer) surft mit dem Smartphone. 22 Prozent aller Nutzer würden, so fand eine Befragung von Google 2012 heraus, lieber auf ihren Fernseher verzichten als ihr Smartphone nicht zu verwenden.
Natürlich liegt die Frage nahe, ob dieser mobile Trend Auswirkungen auf die Personalgewinnung hat. Der Begriff des „Social Recruiting“ geistert schon durch die Köpfe – nichts anderes, als mit der eigenen Organisation positiv und aktiv auch über soziale Medien Mitarbeiter und Freiwillige für das Ehrenamt zu gewinnen. „Mobile Recruiting“, die Gewinnung und Bindung von Personal über Anwendungen für Smartphones, stellt dabei eine weitere Facette dar. Der klassische Zeitungs-Stellenmarkt verliert an Bedeutung und die Nachfrage nach Fachpersonal steigt in gleichem Maße weiter.

Die klassische ortsgebundene Suche nach dem besten Restaurant oder allgemeinen Produktinformationen während des Einkaufs sind unangefochtene Spitzenreiter der Smartphone-Nutzer. Doch schon direkt nach touristischen Informationen sucht der klassische „mobile User“ nach Stellenanzeigen!

Junge und vor allem technisch affine Mitarbeiter lesen keinen Stellenmarkt, sondern erleben sich als Elite in einem für sie ständig wachsenden Markt. „Bereits aus den Vorstudien (2009 und 2011) ist bekannt, dass Unternehmensvertreter und Personalverantwortliche Mobile Recruiting grundsätzlich eine hohe Bedeutung zusprechen“, schreiben die Arbeitsmarkt-Experten der Hochschule RheinMain in Wiesbaden.
Aus der Expertensicht entwickelt sich Personalgewinnung zu einer großen Kommunikationsaufgabe. „Eine Verbindung sämtlicher Recruiting- bzw. Kommunikationskanäle“ sollte unterhalten werden, „um Brüche in der mobilen ‚Candidate Experience‘“ vermeiden zu helfen.
Das was für der Medienbruch bei Zeitung und Online-Angebot kann vereinfacht als „Erlebnisbruch“ für den potentiellen Mitarbeiter beschrieben werden. Den es zu vermeiden gilt, um bei der Suche nach Mitarbeitern und – zumal für das Ehrenamt eine wichtige Aufgabe – Freiwillige nicht abgehängt zu werden.

Die von den Wissenschaftlern 2011 befragten Unternehmen gaben an, sich der Herausforderung – und die demographische Entwicklung beschleunigt hier einiges – zu stellen. Bereits vor zwei Jahren sah fast die Hälfte der befragten Personalverantwortlichen in mobilen Angeboten eine sehr hohe Wichtigkeit. Angesichts der gelieferten Zahlen über die mobile Nutzung von Internetangeboten erwarten die Forscher der Hochschule RheinMain für die aktuelle Befragung 2013, dass sie die Unternehmen weiter mobil fit gemacht haben. Was für profitorientierte Unternehmen gilt, macht auch vor Verbänden und vergleichbaren Organisationen nicht halt. (tr/cl)