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10.09.2013 09:12

EVVC warnt vor Reform der Sommerferien: Längere Sommerferien-Korridore schaden der Kongress- und Tagungswirtschaft


Mit deutlicher Kritik reagiert der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) auf den Vorschlag des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) zur Überarbeitung der Sommerferientermine. Durch die Ausdehnung der Sommerferien-Zeiten könnte die Kongress- und Tagungswirtschaft Schaden nehmen.
In seiner Studie plädiert der DTV dafür, den sogenannten Sommerferien-Korridor, in dem die Sommerferien aller Bundesländer stattfinden, auf bis zu drei Monate auszudehnen. Die Studie erhebt den Anspruch, die von der Kultusministerkonferenz im Jahr 1999 vorgenommene Einteilung der 16 Bundesländer in fünf Gruppen so zu überarbeiten, dass zukünftig eine nördliche und eine südliche Gruppe von Bundesländern entsteht, wobei die nördliche Gruppe immer zuerst in die Sommerferien startet und zwei, drei Wochen später dann die südliche Gruppe folgt.

Die Kultusministerkonferenz hat in diesem Zusammenhang eine Entscheidung für das Jahr 2014 angekündigt. Hier sollen die Sommerferienzeiten für 2018 bis 2024 neu geregelt werden.

Problematik für Tagungsplaner


Durch die Verlängerung der bisherigen Gesamt-Ferienzeitschiene wird die Möglichkeit, Kongresse und Tagungen auf nationaler Ebene durchzuführen, noch weiter als bisher eingeschränkt. Denn durch die volle Ausnutzung des Zeitfensters für die Sommerferien werden aus bisher durchschnittlich 81 Tagen fast 90 Tage.

Kongress- und Tagungsplaner, die Veranstaltungen mit bundesweiter Wirkung planen, haben somit weitere zwei Wochen weniger zur Verfügung, um Zeiträume zu entdecken, in denen keine Ferien in Deutschland stattfinden. Am Beispiel der Vorgaben des aktuellen Jahres 2013 kann man klar erkennen, dass lediglich 21 bis 22 Wochen des Jahres 2013 vollständig ferienfreie Zeiträume sind.

Diese Größenordnung wird noch ergänzt um die sogenannten Brückentage, die regional unterschiedlich durch die Kombination von Feiertagen mit vorgelagerten oder nachfolgenden Wochenenden entstehen. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben aus regionalen Gründen nicht für Kongresse nutzbare Zeiträume aufgrund von anderen Besonderheiten, wie große Messen oder sonstige mit maximaler Hotelzimmerauslastung verbundene Veranstaltungen.

EVVC-Präsident Joachim König äußert sich hierzu: „Man sollte nicht vergessen, dass Arbeitsplätze in der Kongress- und Tagungswirtschaft durchaus auch erhebliche gesamtwirtschaftliche Beiträge leisten und dass hierfür belegbare Zeitfenster erforderlich sind, bei denen mit maximaler Teilnehmerzahl gerechnet und kalkuliert werden kann.“