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20.06.2013 13:51

E-Government kommt voran / EU strebt weiteren Ausbau an


Laut einer Studie der EU-Kommission zum E-Government durchdringt die digitale Welt viele Lebensbereiche in Europa schon stark: Fast jeder zweite EU-Bürger sucht online nach einem neuen Arbeitsplatz, nutzt eine öffentliche Bibliothek oder gibt die eigene Steuererklärung elektronisch ab. Sie beantragen einen neuen Pass oder erledigen Behördengänge digital.
Das spart Zeit, Kosten und schont häufig auch die Nerven. Qualitativ gibt es doch Potential, die öffentlichen Dienste besser aufzustellen: „Allerdings ist die Zufriedenheit dieser Nutzer mit dem Online-Banking (8,5 Zufriedenheitsrate auf einer Skala von 0 bis 10) und dem Online-Shopping (7,6) größer als mit den online angebotenen öffentlichen Diensten (6,5)“.

„Dies sind vielversprechende Trends für das E-Government in Europa. Dass die Nutzer mit dem Online-Banking zufriedener sind als mit den elektronischen Behördendiensten zeigt allerdings, dass öffentliche Verwaltungen bei der Entwicklung dieser Dienste noch stärker auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen müssen“, zeigt sich die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes zufrieden.

Die kürzlich veröffentlichte Benchmark-Studie 2012 zum E-Government befragte 28.000 Onliner in 32 Ländern. Über alle hinweg sind die am häufigsten genutzten Dienstleistungen, die eigene Einkommensteuererklärung online abzugeben (73 Prozent der Nutzer geben ihre Steuererklärung online ab), Adressummeldungen nach einem Umzug (57 Prozent) sowie die Einschreibung an Hochschulen (56 Prozent). Die Zahlen sind nicht immer von Land zu Land vergleichbar, da es je nach nationaler Gesetzeslage Verpflichtungen zur Online-Nutzung gibt. So müssen Steuererklärungen in Deutschland bereits größtenteils pflichtmäßig online eingereicht werden.

Es bedarf jedoch einer klaren Verbesserung der öffentlich angebotenen Dienste für „wichtige Ereignisse im Leben, wie den Verlust des Arbeitsplatzes bzw. die Suche nach einer Beschäftigung, die Gründung eines Unternehmens und die Einschreibung an einer Universität“, bemerkt die EU-Kommission kritisch an. (tr/cl)