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22.03.2013 09:06

Datenjournalismus: Automatisch oder manuell? / Wie die Darstellung komplexer Sachverhalte gelingt


Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich ihre DataGraph gestartet. Die Redaktion vereint dort den sogenannten Datenjournalismus mit digitalen Infografiken der Süddeutschen Zeitung. „Journalisten geben die Antworten auf Fragen gerne schriftlich, in Texten, die mit vielen Worten sagen, was man in einem digitalen Medium auch einfacher, interaktiver, verständlicher erklären kann“, schreibt Stefan Plöchinger im SZblog zur Veröffentlichung von DataGraph. Die SZ-Journalisten versuchen journalistische Antworten „spannender und prägnanter“ zu geben, als es in den klassischen - offline! - Medien denkbar wäre.

Doch auf welche Tools zur Visualisierung kann Otto-Normal-Designer zurückgreifen, wenn eigene Posts angereichert werden sollen? Wir haben eine Liste möglicher Instrumente zusammengestellt. Dabei dürften einige durchaus bekannt und in deutschen Büros sehr verbreitet sein, andere basieren auf mathematischen Algorithmen, die Darstellungen weitgehend automatisch aus den zur Verfügung gestellten Tabellen und Datensätze errechnen. Vom Einsteiger-Modell bis zum Porsche unter der Daten-Visualisierung ist alles dabei:

1. Excel: Keine schönen Grafiken und nicht sehr flexibel, doch gerade um Tabellen und Datensammlungen zu ordnen oder anders zu gewichten, eine große Hilfe. Zudem: Mit der Online-Anbindung via GoogleDrive kann auf die Google Chart API (siehe nächster Punkt) zurückgegriffen werden. Da macht Visualisieren direkt viel mehr Spaß.

2. Google Chart API: Die API, nichts anderes als ein Regel- und Algorithmensystem, wird von Google in eigenen Produkten verwendet: die Excel-Integration in GoogleDrive, die Zugriffsstatistiken bei GoogleAnalytics oder die Stauprognose bei GoogleNow. Spannend ist für den Nutzer sicherlich das GoogleChartTool, robust und einfach zu bedienen, können animinierte Grafiken erzeugt werden und vermittels Standard-Schnittstellen an andere Systeme weitergegeben werden. So wird der nächste eigene Blogeintrag ein Blitzlichtgewitter schöner Charts.

3. Flot: Für die Programmierer unter den Online-Journalisten hat ein Däne Flot entwickelt, eine Sammlung von kleinen Programm-Snippets, die – einmal in die eigene Seite eingebunden – Grafiken „on the fly“ (also beim Laden der Seite) jeweils neu erstellen. Gerade für ständig aktualisierte Datentabellen ein großer Vorteil, wenn der Aufruf immer auch die aktuellen Daten visualisiert.

4. Raphaël / D3: Wie es an den Renaissance-Maler Raffael erinnert, möchte Raphaël Bilder online bringen und stellt eine mächtige Snippet-Bibliothek zur Verfügung, um die eigene Internetseite aufzupeppen. Ebenso mächtig und mit Export-Funktionen ausgestattet, D3 (Data-Driven Documents) auch eine JavaScript Bibliothek für die Programmierung umfangreicher und komplizierter Visualisierungen.

5. Visual.ly: Wenn es nicht umfangreiche Visualisierungen sein sollten, hilft Visual.ly weiter. Von den vielen Infografik-Tools, die als Web-Anwendung zur Verfügung stehen, ist Visual.ly sicherlich das populärste und schlichteste: Kurz einloggen, Template auswählen, Daten verknüpft, fertig. (tr/cl)