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verbaende.com
26.01.2012 09:43

Nicht ohne meinen Master: Junge Studierende sind bildungshungrig


Das mag die Bologna-Entwickler schmerzen: Für aktuell Studierende ist der angestrebte Abschluss nicht der Bachelor, sondern der Master. Damit verweigern sich die Studierenden der erklärten Ziel der Bologna-Reform, die Studienzeiten zu verkürzen.
Nur 14 Prozent der heutigen Bachelor-Studierenden planen, nach dem Abschluss unmittelbar ins Berufsleben zu starten, würden aber möglicherweise später ein nicht-konsekutives Master-Studium aufnehmen. Sogar 42 Prozent der angehenden Bachelor fühlen sich (noch) nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet. Das sind Ergebnisse einer Studie, die die Berliner Agentur SWOP mit Unterstützung des ZEIT-Verlags durchgeführt hat. Etwa 1.500 Teilnehmer, studentische Leserinnen und Leser sowie Abonnenten des Magazins ZEIT Campus, zeichnen ein differenziertes Bild vom aktuellen (Zu-)Stand rund 13 Jahre nach Bologna.

„Ein wunder Punkt, der durchaus politischen Zündstoff birgt, bleibt der Übergang vom Bachelor zum Master. Hochschulen und Unternehmen sind hier gefordert, mehr und bessere Angebote für den zweiten Studienabschluss zu entwickeln, zum Beispiel in Form von berufsbegleitenden Master-Studiengängen. Will man sich diesem Bildungsstreben junger Studierender nicht verwehren, muss zukünftig die finanzielle Ausstattung der Hochschulen entsprechend aufgestockt werden“, schreiben die Autoren der Studie.

Im Zeitraum von August bis Oktober 2011 wurden etwa 1.400 Studierende per Online-Fragebogen zu den Bildungs-, Studien- und Berufsplanungen deutscher Studierender nach Bologna befragt. Die Master Studie 2012 liefert Ergebnisse, die u.a. ausgewertet nach Hochschultyp, Studienrichtung, angestrebtem Abschluss auch zur Kapazitätsplanung und zur Optimierung der Studienangebote genutzt werden können. (tr/cl)