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verbaende.com
20.11.2012 15:50

Ehrenamtliches Engagement: BDWi fordert Gleichbehandlung der Privatwirtschaft


Im Zuge der Beratungen des Bundestages (wir berichteten) über das Gesetz zur besseren Förderung des ehrenamtlichen Engagements, meldet sich die Dienstleistungswirtschaft zu Wort: Mit dem an sich löblichen Vorhaben drohten Wettbewerbsverzerrungen in der Altenpflege zu Lasten privater Unternehmen, die mit gemeinnützigen Unternehmen konkurrieren, so der BDWi.
Ehrenamtliches Engagement gehöre in der Altenpflege zum Alltag, konstatiert der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft BDWi. Beispiele dafür seien kulturelle Angebote und zusätzliche Betreuung über den gesetzlichen Rahmen hinaus. Eine geförderte Aufwandsentschädigung erhalten aber nur Personen, die sich in Pflegeeinrichtungen der Wohlfahrtsverbände engagieren, kritisierte der Verband. Private Einrichtungen blieben außen vor. 

„Die Förderung von ehrenamtlichem Engagement an der Rechtsform des Unternehmens festzumachen, ist nicht nur für die Betroffenen ungerecht, sondern eine handfeste Verzerrung des Wettbewerbs. Gleiches muss auch gleich behandelt werden“; forderte BDWi-Präsident Michael H. Heinz anläßlich der Beratungen im Bundestag.

„Wir werden deutschlandweit gut mit Pflegedienstleistungen versorgt. Das ist nur möglich, weil der Wettbewerb funktioniert. Privatwirtschaftliche Unternehmen sichern bereits heute die Hälfte der pflegerischen Infrastruktur in Deutschland. Die Ausweitung der einseitigen Förderung von Pflegedienstleistern in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände ist für die betroffenen Unternehmer ein Tritt ins Kreuz. Wenn die Bundesregierung ehrenamtliches Engagement fördert, dann doch bitte auch für alle“, machte der BDWi-Präsident deutlich. (tr)