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verbaende.com
12.12.2008 12:00

Wachstumsbranche: Verbände in Deutschland / Verbände schaffen 1.500 Arbeitsplätze / 200 Verbandsgründungen pro Jahr


Das Wachstum von Verbänden ist ungebrochen. Die zunehmende Komplexität vieler Branchen sowie das differenzierte Anforderungsprofil der Mitglieder sind sicherlich die stärkste Triebfeder dieser Entwicklung, erklärt Dr. Hans-Joachim Mürau, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM) bei der Vorstellung der Zahlen. Durchschnittlich gründen sich 200 Verbände pro Jahr und schaffen innerhalb der ersten drei Jahre nach Gründung 1.500 neue Arbeitsplätze. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der DGVM zur Entwicklung der Verbändebranche in den letzten 18 Jahren.
Von den rund 544.000 eingetragenen Vereinen zählt die DGVM exakt 14.316 Verbände. Dazu zählen auch die Kammern, Innungen und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts. Etwa 8.700 Verbände verfügen über eine hauptamtliche Geschäftsführung. Von diesen sind wiederum 2.040 beim Deutschen Bundestag akkreditiert und stehen in der „Lobbyliste“.

Verbände als Arbeitgeber
Durchschnittlich verfügt eine Verbands-Geschäftsstelle über sieben festangestellte Mitarbeiter. Große Personenverbände beschäftigen in der Regel bis zu 350 Mitarbeiter, unangefochtener Spitzenreiter ist der ADAC mit mehreren tausend hauptamtlichen Mitarbeitern. Zu den mitarbeiterstarken Verbänden zählen auch die Spitzenverbände des Sports: In der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes e.V. (DFB) arbeiten 200 hauptamtliche Angestellte, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beschäftigt in seiner Geschäftsstelle in Frankfurt am Main 120 hauptamtliche Mitarbeiter und der größte Landessportbund in Nordrhein-Westfalen mit fünf Millionen Mitgliedern bringt es auf 200 Angestellte. Anders schaut es beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) als größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften aus: Er beschäftigt etwa 800 Voll- und Halbzeitkräfte bundesweit. Ausgenommen schlank dagegen sind die Spitzenverbände der Wirtschaft aufgestellt. Mit durchschnittlich 120 Hauptämtlern rangieren die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) und der BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. eher im unteren Bereich großer Geschäftsstellen. „Im Mittel verzeichnen wir 450 Verbandsgründungen auf zwei Jahre.“ Das heißt auch, dass Verbände neue Stellen schaffen. Etwa drei Arbeitsplätze in den ersten fünf Jahren nach Gründung, bei vorsichtiger Schätzung ergibt dies 1.500 neue Arbeitsplätze. Dr. Mürau sieht diesen Trend ungebrochen: „In den letzten 18 Jahren hat sich gezeigt, dass Verbände nicht unter Mitgliederschwund leiden, weiterhin hohe Attraktivität ausstrahlen und für ihre Mitglieder wichtige Unterstützung leisten. Wir sehen keinen Anhaltspunkt, der diesen Trend umkehren könnte.“ Diese der Untersuchung zugrunde gelegten Adressen sind öffentlich zugänglich. Im Deutschen Verbände Forum - verbaende.com (www.verbaende.com) kann jedermann kostenfrei in der Datenbank recherchieren. Das Deutsche Verbände Forum - verbaende.com ist eine umfassende Plattform der Verbände; über 55.000 Pressemitteilungen, 13.000 recherchierbare Adressen und über 500 Fachartikel rund um das Verbandswesen sind eine detaillierte Informationsquelle. Die öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern („Lobbyliste“) wird als Datenbank laufend aktualisiert. (tr)