Deutsches Verbände ForumDas Informationsportal über & für Verbände

In Kooperation mit dem Netzwerk der

In Kooperation mit dem Netzwerk der

dgvm

Deutsches Verbände ForumInformationsportal über
& für Verbände

verbaende.com
28.11.2011 14:27

Emnid-Studie zum ehrenamtlichen Engagement / Gleichgültige Generation 60+?


Ehrenamtliches Engagement steht bei der Jugend hoch im Kurs. Von den unter 30-jährigen können sich 36 Prozent ein Engagement vorstellen. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt das deutlich ab. Erstaunlich gering ist die Motivation bei der Generation 60+. Von allen Befragten sagten nur 18 Prozent, dass sie Interesse an einem Ehrenamt haben. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer Studie zum ehrenamtlichen Engagement, die Emnid im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durchführte.
Zum großen DRK-Zukunftskongress „Engagement heute. Die neue Bürgergesellschaft“ hat das Deutsche Rote Kreuz in einer repräsentativen Emnid-Studie nachgefragt: Wie viele und welche Menschen sind - über die bereits Engagierten hinaus - offen für ein ehrenamtliches Engagement? Und was könnte sie dazu motivieren? Die Ergebnisse werden heute auf einer Pressekonferenz zum Kongressauftakt in Münster vorgestellt.

Die wichtigsten Ergebnisse sind:
  • 24 Prozent der über 14-Jährigen, also rund 17 Millionen Bundesbürger, sind bereit, für das Gemeinwohl aktiv zu werden - über die bereits Aktiven hinaus
  • Besonders motiviert sind die Jüngeren. Von den unter 30-jährigen können sich 36 Prozent ein Engagement vorstellen.
  • Erstaunlich gering ist die Motivation bei der Generation 60+. Von allen Befragten sagten nur 18 Prozent, dass sie Interesse an einem Ehrenamt haben.
  • Die meisten „Motivierbaren“ sagen, dass sie aktiv um Mithilfe gebeten werden wollen (79 Prozent). Aber auch mehr finanzielle Spielräume (61 Prozent) oder Steuererleichterungen (52 Prozent) wären wichtige Argumente für ein Engagement.

Dr. Volkmar Schön, Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes, sagt zu den Ergebnissen: „Wir lernen aus der Studie, dass der ‚Ehrenamtliche der Zukunft’ eine junge, gut ausgebildete und finanziell gut abgesicherte Frau mit vielen Familienangehörigen ist. Es ist gut zu wissen, dass es dieses Potenzial gibt. Nachdenklich macht uns aber die vergleichsweise geringe Engagement-Bereitschaft der älteren Generation. Die über 60-Jährigen sind die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe - und sie sind diejenigen, die meist noch Zeit, Kraft und finanzielle Spielräume haben. Wir sehen es daher als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, auch die Älteren für ein sinnstiftendes freiwilliges Engagement zu begeistern.“ (tr)