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verbaende.com
29.11.2011 10:53

Mehr Transparenz auch für gemeinnützige Organisationen?


Das fordert eine Beratungs- und Analysegesellschaft, die sich der Sichtung und Analyse des Dritten Sektors verschrieben hat. Dabei stehen eine gesetzliche Publizitätspflicht und eine grundsätzliche Veröffentlichung der jeweiligen Ziele, Aktivitäten und Resultate im Vordergrund der Initiative.

Das sind die Kernaussagen eines von der Beratungs- und Analysegesellschaft PHINEO in Berlin veröffentlichen Positionspapiers zur Transparenz von gemeinnützigen Organisationen. Durch die Befragung eigener Kontakte sieht das Analysehaus zudem deutlichen Handlungsbedarf in Fragen der sogenannten Wirkungstransparenz. Diese - so die Autoren der Befragung - veröffentliche eben nicht nur rein formale Kennzahlen, sondern berichte auch über die Wirkung der Arbeit. Diese Art der Veröffentlichung sei, so die Autoren, „keinesfalls selbstverständlich in gemeinnützigen Organisationen“.


Dass Transparenz gerade in dem großen Sektor gemeinnütziger Organisationen essentiell für eine starke Zivilgesellschaft ist, steht außer Frage und wird - zumal maßgebliche staatliche Akteure wie Parlamente Transparenz-Register erörtern -, klar erkannt. Einflussnahme auf Gesetzesinitiativen durch Verbände, Non-Profit-Initativen und gesellschaftliche Akteure ist gang und gäbe in einer Demokratie. Zu wissen, wer welchen Einfluss auf welches Gesetz und welche Verordnung hat, stellt eine Tugend demokratischer Arbeit dar und ist im Interesse der Öffentlichkeit.


So wie auf parlamentarischer Seite die Balancierung von Interessen im Vordergrund stehen, handeln Akteure der Zivilgesellschaft auch aufgrund von Interessen. Eine Forderung nach mehr Transparenz scheint auch dort nicht unangebracht. Inwieweit allerdings zivilgesellschaftliche Organisationen, die häufig in eingetragenen Vereinen (e.V.) organisiert sind, nicht schon aus eigenem Interesse heraus Transparenz über Ziele, Aufgaben und Projekte tagtäglich leben, steht sicherlich zu hinterfragen an. Vielfach wird diese sogenannte Wirkungstransparenz bereits gelebte Realität sein. (tr/aj)