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verbaende.com
18.11.2011 14:37

Elite nicht online? Top-Manager meiden Soziale Netzwerke


Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag des G+J-Wirtschaftsmagazins Capital ergab, dass eine Mehrheit deutscher Entscheider in Wirtschaft, Politik und Verwaltung sich von Sozialen Medien fernhält. Facebook, XING oder LinkedIn sind häufig Fremdworte für drei Viertel der Führungskräfte. Das ist nicht verwunderlich, sondern generationenbedingt.
Mit 28 Prozent sind nur knapp ein Drittel der Befragten in einem Sozialen Netzwerk aktiv. Dabei spiele die Parteizugehörigkeit, so Capital, eine wichtige Rolle: mit 43 Prozent sind die grün-affinen Führungskräfte weit häufiger vertreten als die der SPD nahestehenden (rund ein Drittel) Entscheider. Von den Unionsanhängern ist immerhin noch jeder Vierte online, bei der FDP lediglich jeder fünfte.

Für „Capital Elite-Panel“ befragte das IfD insgesamt 519 Spitzenpolitiker, Unternehmenschefs und Behördenleiter. Unter anderem 19 Minister und Ministerpräsidenten, 21 Leiter von Bundes- bzw. Landesbehörden sowie 77 Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern.

Diese Ergebnisse verwundern nicht. Im Gegenteil. Dass die befragten Führungskräfte tendentiell nicht zu den unter 30-jährigen gehören, bei denen der Anteil von Online-Netzwerkern nahezu 100 Prozent beträgt und selten den unter 50-jährigen zugerechnet werden (die immerhin noch mit über 80 Prozent online vertreten sind), macht deutlich: Nicht das Soziale Netzwerk oder der „Habitus des Entscheiders“ sind ursächlich, sondern: Der Geburtsjahrgang. Nun, nicht überraschend, sondern bekannt. (tr/cl)