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Pressemitteilung

Familienunternehmer zum Grünen-Parteitag: Nachhaltige Steuerpolitik sieht anders aus / Lutz Goebel: Wahl zwischen Flattax-Erbschaftsteuer oder Vermögensteuer ist wie Wahl zwischen Pest oder Cholera

(Berlin/Münster) - Morgen startet der Parteitag der Grünen in Münster. Die Diskussion wird sich vor allem um den Antrag "Wir investieren in Gerechtigkeit" drehen. Darin werden die Delegierten vor die Wahl gestellt, eine Flattax-Erbschaftsteuer einzuführen oder die Vermögensteuer wiederzubeleben. "Für Familienunternehmen eine Frage von Pest oder Cholera", meint Lutz Goebel, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER.

Sowohl Erbschaft- als auch Vermögensteuer sind Substanzsteuern, d.h. im Unterschied zu Ertragsteuern bemessen sie sich an einem bestimmten Vermögen. Im Fall von Familienunternehmen steckt das in Produktionshallen, Maschinen und Mitarbeitern. Bei ihnen ist die Trennung zwischen dem Unternehmer als Privatperson und dem Betrieb so gut wie unmöglich, so dass die Steuerpläne der Grünen, die vordergründig auf Privatpersonen abzielen, voll die Familienunternehmen und ihre Arbeitnehmer treffen. Ein Betrieb, der nicht kontinuierlich in Innnovationen investieren kann, geht ganz schnell unter im internationalen Wettbewerb und damit auch seine Arbeitsplätze. Und eine Vermögensteuer entzieht den Unternehmen dieses Investitionskapital.

"Der Anreiz zum Bilden und Erhalten von Eigenkapital, das vielen Betrieben als Puffer in Krisen dient, sinkt aufgrund solcher Steuern", erklärt Goebel. "Sich Geld bei Banken zu leihen, wird zwangsweise attraktiver. Nachhaltig ist das nicht. Eine tatsächliche nachhaltige Steuerpolitik würde auf die Stärkung des Eigenkapitals in Unternehmen abzielen. Noch immer wird Fremdkapital gegenüber Eigenkapital steuerlich bessergestellt. Das sollten die Grünen angehen. Das würde zu ihrer Nachhaltigkeits-DNA passen und unseres gesamte Volkswirtschaft nachhaltig stabilisieren und das Investitionsklima verbessern."

Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V. (ASU), Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charlottenstr. 24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Fax: (030) 30065390
E-Mail: kontakt@familienunternehmer.eu
Internet: http://www.familienunternehmer.eu
(dvf, tr)