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Pressemitteilung

Bürger zufriedener mit Verkehrswegen, aber schnellere Sanierung nötig

(Berlin) - Alles gar nicht so schlimm? Immerhin sind 56 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit dem Zustand der Verkehrswege zufrieden, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Verkehrsforums (DVF), durchgeführt von infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften.

"Es herrscht ein überwiegend positiveres Bild der Deutschen über unsere Verkehrswege als zu Beginn der Legislaturperiode. Darüber können wir uns eigentlich freuen. Trotzdem darf man die Warnung nicht überhören, denn rund 44 Prozent der Befragten stufen die Verkehrsinfrastruktur als "eher schlecht" bis "sehr schlecht" ein. Unser Fazit lautet deshalb: es besteht weiterhin großer Druck, in den Erhalt unserer Verkehrswege zu investieren!", so Dr. Florian Eck, stellvertretender DVF-Geschäftsführer.

In der letzten DVF-Umfrage aus dem Jahr 2014 gaben 58 Prozent der Bürger an, dass sie eine deutliche Verschlechterung der Verkehrsinfrastruktur auf ihren alltäglichen Wegen wahrnehmen. Bei der aktuellen Umfrage, bewerteten hingegen 56 Prozent der Befragten den Zustand der Verkehrswege als "sehr gut" bis "eher gut" - jedoch auch 44 Prozent urteilen darüber mit "eher schlecht" bis "schlecht".

Straßenschäden stören am meisten

Eck weiter: "Das große Sorgenkind für die Befragten ist und bleibt der Straßenzustand. Gleichzeitig ist die Unzufriedenheit mit Baustellen groß, obwohl diese ja gerade die Lösung des Problems sind. Hier muss einfach noch mehr getan werden für eine schnellere Planung und Durchführung der Bauarbeiten sowie eine bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen." Gefragt nach den Gründen für eine schlechte Bewertung, wurden in erster Linie mit 69 Prozent "Straßenschäden" genannt, mit einem Unterschied zwischen Landbevölkerung mit 72 Prozent und Städtern mit 64 Prozent. Genannt wurden weiterhin "Baustellen" mit 29 Prozent und "schlechte Radwege" mit 24 Prozent. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich. 16 Prozent störten "marode Brücken", 15 Prozent "unebene Bürgersteige" und 10 Prozent "Straßen- und Brückensperrungen".

Sicher Finanzieren - zügig Bauen

Eck bekräftigte angesichts der Umfragewerte die Forderungen des DVF, den Investitionshochlauf des Bundes auf jährlich mindestens 15 Milliarden Euro für Straßen, Wasserwege und Schienen anzuheben. Das sei die Summe, um die Sanierung und den Erhalt der Bundesinfrastruktur zu gewährleisten. Auch müssten die Gelder mehrjährig zur Verfügung stehen und jetzt genügend qualifiziertes Planungs - und Genehmigungspersonal in den Verwaltungen eingestellt werden. Für die kommunalen Verkehrswege müsse der Bund langfristig zweckgebunden Finanzmittel zur Verfügung stellen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Verkehrsforum e.V. (DVF)
Ingrid Kudirka, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klingelhöferstr. 7, 10785 Berlin
Telefon: (030) 2639540, Fax: (030) 26395422
E-Mail: info@verkehrsforum.de
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(dvf, tr)