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verbaende.com
03.07.2017 15:34

Der Deutsche und sein Verein: Zivilgesellschaft in Deutschland wächst und wächst


Deutschland ist ein Vereins-Land. So stark wie heute war die Zivilgesellschaft noch nicht - und sie wächst weiter und wird politischer. Das ist das Ergebnis des aktuellen ZiviZ-Surveys, durchgeführt von ZiviZ (Zivilgesellschaft in Zahlen) im Stifterverband.

Weiterhin stellt der Survey heraus, dass sich die meisten Menschen nach wie vor ehrenamtlich ergangen und auf diese Weise einen großen Beitrag zur sozialen Integration auf vielerlei Weise leisten.

Allen Thesen zum Vereinssterben zum Trotz: Die Zivilgesellschaft in Deutschland wächst. Heute gibt es mehr gemeinnützige Organisationen als je zuvor. Fast jeder zweite Bundesbürger ist Mitglied in einem von mehr als 600.000 Vereinen in Deutschland. 95 Prozent der gemeinnützigen Organisationen sind Vereine, aber auch Stiftungen und Genossenschaften und andere Organisationsformen nehmen zu. Bei einem Drittel der Vereine stieg die Zahl der Mitglieder im Vergleich zum Jahr 2012. Nur ein kleiner Teil der Vereine gibt an, dass sie weniger Mitglieder und Engagierte haben.

Dennoch gibt es Unterschiede: Zwar ist der Bereich Sport mit 22 Prozent der größte Organisationsbereich. Aber hier sagen nur 32 Prozent der etwa 133.000 Vereine, dass ihre Mitgliederzahlen wachsen. Bei Vereinen, die Bürger- oder Verbraucherinteressen vertreten, sind es ganze 51 Prozent.

Dabei zeigt die Untersuchung auf, dass die Zivilgesellschaft heute zielorientierter als bisher agiert: Städtische Zivilgesellschaften sind politischer, der ländliche Bereich stärker auf Integration orientiert. Ist das traditionelle Vereinswesen - wie Sport-, Freizeit- und Geselligkeitsvereine - auf dem Land fest verankert, sind in den Städten auch Stiftungen und gemeinnützige Kapitalgesellschaften zu finden. Hier spielen dienstleistungsorientierte oder politisch und sozial ausgerichtete Organisationen eine viel stärkere Rolle als auf dem Land. "Ohne bürgerschaftliches Engagement keine Zivilgesellschaft" stellt die Projektleiterin des Surveys, Jana Priemer, fest. 72 Prozent der Organisationen arbeitet ohne bezahlte Beschäftigte, also auf rein ehrenamtlicher Basis! (tr)

(Quelle: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., http://www.verbaende.com/news.php/Von-wegen-Vereinssterben-Deutsche-Zivilgesellschaft-so-gross-wie-nie-zuvor?m=116591)